MTSV Olympia

von 1859 e.V. Neumünster

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Olympias Box-Veteran Karl-Uwe Richardt gestorben

Eines der größten Box-Idole Neumünsters, Karl-Uwe Richardt, ist am 24.09.2017 im Friedrich-Ebert-Krankenhaus im Alter von 76 Jahren verstorben.

Der Box-Veteran, der in der Zeit von 1952 – 1962 der legendären Box-Staffel von Olympia Neumünster angehörte, bestritt in seiner Laufbahn 70 Kämpfe, von denen er 50 gewonnen hatte. Unter der Leitung des damaligen Trainergespanns Franz Gänsrich/Fritz Gärtner war die Boxstaffel Olympias, in der sich so bekannte Namen wie Ex-Europameister Peter Weiland, Ulli Klopsch, Hugo Kohlscheen, Rudi Hoffmann, Heinz Schneider, Holger Lesniak, Heinz-Walter Minkwitz und eben jener Uwe Richardt befanden, in Norddeutschland kaum zu besiegen. Damals gab es noch Vergleichskämpfe, bei denen fast alle Gewichts-klassen besetzt werden mussten.
1958 wurde Uwe Richardt erstmals Junioren-Landesmeister im Weltergewicht und nahm an den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Iserlohn teil, von wo er mit der Bronzemedaille nach Neumünster zurückkehrte. Seinen größten Er- folg erreichte er im Sommer 1962 als er bei den Landesmeisterschaften in der Kieler Ostseehalle (heute: Sparkassen-Arena) im Mittelgewicht vor über 5000 Zuschauern den favorisierten Travemünder Lothar Bülow sensationell nach Punkten bezwingen konnte und Landesmeister wurde.

Nach seiner Hochzeit mit Ehefrau Angelika beendete er seine sportliche Lauf- bahn und widmete sich seines beruflichen Aufbaus, um später den elterlichen Tischlereibetrieb am Großflecken als Meister zu übernehmen. Nebenbei machte er seinen Fachübungsleiterschein, um später (1972) mit Holger Lesniak als Trainer der „neuen“ Boxabteilung unter der Führung von Jürgen Kunstmann tätig zu werden. Auch hier wurden besonders im Nachwuchsbereich großartige Erfolge erzielt.

Bis zu seinem Tod war Karl-Uwe Richardt Mitglied beim MTSV Olympia NMS und erhielt für seine langjährige Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel des Vereines. Finanziell unterstützte er bis zum Ende die Boxabteilung Olympia und gehörte der Fördergemeinschaft im SHABV an.

Auch auf Olympias Kegelbahn war Familie Richardt regelmäßig anzutreffen. Bei dem Kegelklub „Schwale 78“, dem er über 25 Jahre angehörte, fielen durch seine Würfe oftmals „alle Neune“.

Uwe, schade dass es Dich nicht mehr gibt, aber wir werden Dich immer in bester Erinnerung behalten.

Jürgen Kunstmann